Historie

Die Werkzeugindustrie in Deutschland und insbesondere in der Region Schmalkalden kann auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken. Bereits 1348 wird der erste Eisenhammer in Schmalkalden urkundlich erwähnt.
Der Ruf der „Schmalkalder Artikel“, das heißt Werkzeuge und Kleineisenwaren, war weit verbreitet; Martin Luther bezeichnete Schmalkalden als „celebrem chaldica“ – die berühmte Schmiedestadt.
Zünfte des Schmiedehandwerks im 17. Jahrhundert, Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Betriebsgründungen und wesentliche Erweiterung der Werkzeugproduktion nach dem ersten Weltkrieg – das sind Meilensteine des wirtschaftlichen Entwicklung im Schmalkalder Raum.

Nach 1945 wurden im Osten Deutschlands, so auch in Schmalkalden, die inzwischen volkseigenen Betriebe zu immer größeren Einheiten zusammengefasst.

1969 erfolgte die Bildung des VEB Werkzeugkombinat Schmalkalden. Mit 16 Kombinatsbetrieben und ca. 14.ooo Mitarbeitern war es der zentralisierte Werkzeughersteller in der damaligen DDR mit einem Produktionsvolumen von rund 1,6 Mrd. Mark (DDR).

1978 wurde als juristisch selbständige Einheit das Forschungszentrum der Werkzeugindustrie in Schmalkalden gegründet (1989 ca. 300 Mitarbeiter), dessen Nachfolgerin ist die heutige

GFE - Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V.

Die GFE e.V. wurde am 17. Juni 1992 durch Unternehmen, Forschungseinrichtungen, regionale und kommunale Körperschaften unter maßgeblicher Beteiligung der beiden Werkzeugfachverbände VDMA und FWI als eine wirtschaftsnahe gemeinnützige Forschungsvereinigung gegründet. Mit insgesamt 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begann der Neustart, um die Tradition der Werkzeugforschung in Schmalkalden fortzusetzen.

Meilensteine nach der Gründung:

1994 -1999
Etablierung als wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung „Rund ums Werkzeug“
Bearbeitung von zahlreichen Projekten der industriellen Gemeinschaftsforschung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des BMBF, der Europäischen Union und der Stiftung Industrieforschung
Projektträgerschaft für das „Innovationsförderprogramm Thüringen“
Erste Schmalkalder Werkzeugtagung wird 1994 gemeinsam mit der FH Schmalkalden organisiert
Ausbau des Demonstrationszentrums Zerspanung neuer Werkstoffe und Entwicklung erster Prüfstände für Automobilzulieferer
Start des Technologie-, Gründer- und Förderzentrums Schmalkalden mit Unterstützung der GFE als Gründungsmitglied

2000 – 2004
Präsentation auf internationalen Messen in Köln, Hannover und Düsseldorf
Ausbau weltweiter partnerschaftlicher Beziehungen und Vortragstätigkeit bei internationalen Konferenzen
Leitung der Arbeitsgruppe Fertigungstechnik zur Erarbeitung der Technologiekonzeption des Freistaates Thüringen
Aufbau und Einweihung des GFE-Beschichtungszentrums

2005
Bau eines neuen Firmengebäudes und Umzug
Ausgründung des Institutes für Physikalische und Mechanische Technologie in Chemnitz mit 28 Mitarbeitern in die CeWoTec GmbH

2006 – 2010
Wechsel in der Geschäftsführung
Bearbeitung mehrerer Kooperationsprojekte NEMO
Initiierung und Arbeit als Koordinierungsstelle des Clusters FerMeTh – Fertigungstechnik Metallbearbeitung in Thüringen

2012 – 2014
Mitarbeiterzahl ist am Standort Schmalkalden seit Gründung von 33 auf 65 gestiegen
Gründungsbeteiligung am Thüringer Maschinenbauzentrum
Erweiterung von Laborflächen durch Errichtung einer neuen Betriebsstätte und Inbetriebnahme wichtiger Technologien, u.a. Laser für Schneidenmikrostrukturierung und Fräs-BAZ mit ULTRASONIC-Hartbearbeitung

Kontakt
GFE - Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V.
Näherstiller Str. 10
98574 Schmalkalden
Telefon: 0 36 83 69 00-0
Telefax: 0 36 83 69 00-19
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