Die 20. Internationale Konferenz für Plasmaoberflächentechnik in Erfurt (PSE 2026) fand unter Beteiligung der GFE – Gesellschaft für Fertigungstechnik und entwicklung Schmalkalden e.V. statt. Dr. Heiko Frank und Wolfram L. Hartramph vertraten unsere Forschungseinrichtung.
Die PSE2026 konnte mit einer beeindruckenden Bilanz aufwarten. Insgesamt 635 Teilnehmer aus 37 Ländern kamen in Erfurt zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen in der Plasmaoberflächentechnik auszutauschen. Über die Kongresstage hinweg boten Vorträge, Plenarveranstaltungen, eine Industrieausstellung sowie eine Posterausstellung den Rahmen für einen lebendigen Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Industrie und Entwicklung.
Die GFE präsentierte zwei Poster, die sich mit der Material- und Beschichtungstechnik auseinandersetzten: „Einfluss der Eigenschaften von WC-Co-Substraten auf das mechanische und tribologische Verhalten von AlCrBN-Schichten für Zerspanungswerkzeuge“ und „Effizienzsteigerung in tribologisch hoch belasteten Systemen durch die Kombination von ta-C- und Mehrkomponenten-PVD-Schichtsystemen“.
In seinem Workshopvortrag sprach Dr. Heiko Frank über die „Wirtschaftliche Wiederaufbereitung von Schneidwerkzeugen – Präzision trifft Nachhaltigkeit.“ Er stellte Projektergebnisse zur Wiederaufbereitung von Schneidwerkzeugen vor, die eine Brücke zwischen wirtschaftlicher Effizienz und Ressourcenschonung schlagen.
Außerdem berichtete Wolfram L. Hartramph über die Entwicklung einer neuen Technologie zur Herstellung und Beschichtung von Mikrowerkzeugen zur Bearbeitung von Titanlegierungen. Die Ergebnisse stammen aus dem gleichnamigen ZIM-Projekt in Zusammenarbeit mit der ZECHA Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH und umfassen eine neue Prozesskette vom Werkzeugdesign bis zur Ermittlung optimaler Zerspanparameter. Dr. Heiko Frank nahm zum dritten Mal an der PSE teil und fungierte in diesem Workshop als Chairman.
Ein weiterer Vortrag von Juri Wehrs von der Schweizer URMA AG, einem Forschungspartner im ZIM-Netzwerk LongRunCycle, thematisierte die „Anwendung von Schichten für die Bearbeitung von schwerspanbaren Werkstoffen“ und ergänzte so das breite Spektrum der diskutierten Ansätze.
Während des Veranstaltungstages führten die GFE-Mitarbeiter interessante Fachgespräche zu Beschichtung und Oberflächentechnik mit Partnern aus Industrie, Forschung und Entwicklung. Nachfragen zur Werkzeugaufbereitung, Werkzeugherstellung und Beschichtung zeigten das große Interesse an der wirtschaftsnahmen Forschungs- und Projektarbeit der GFE Schmalkalden.





