Die Open Factory Eiermannbau Apolda bot gestern einmal mehr den Ort, an dem Innovation & Gründergeist mit Forschung & Entwicklung zusammenkamen.
Im Wettbewerb get started 2gether für technologieorientierte Start-ups in Thüringen wurden die Sieger 2026 gekürt. René Fischer und Nicklas Taja hatten gleich doppelten Grund zur Freude. Sie gehören nicht nur zu den Preisträgern, sondern gewannen mit ihrem überzeugenden Pitch auch den Publikumspreis für ein netzunabhängiges Notfall-Energiesystem mit dem Markennamen WaterLamp. Beide Auszeichnungen wurden von Colette Boos-John, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft & Ländlichen Raum, im Beisein von GFE-Geschäftsführer Martin Voigt überreicht. In der Laudatio wurde besonders hervorgehoben, dass die Innovationskraft der vorgestellten Lösung praxistauglich ist und auf reale Krisenszenarien abzielt.
Zuvor hatte Staatssekretär Mario Suckert (TMWLLR) während seines Rundgangs bereits großes Interesse an der Energielösung des jungen Unternehmens gezeigt.
Worum es bei ihrer Innovation geht, präsentierten die Gründer eindrucksvoll:
· Sie stellten eine Taschenlampe in ein mit Wasser gefülltes Glas und erzeugten so Licht und Energie – ganz ohne herkömmliche Batterien, sondern auf Basis wasseraktivierter galvanischer Zellen.
Im Rahmen der Zusammenarbeit wird das Projekt nun mit dem Know-how der GFE – Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V. zu einem anwendungsbereiten System weiterentwickelt.
· Dem vorausgegangen war bereits im Vorjahr der Bau eines Demonstrators für die Projektpräsentation zu den Investor Days Thüringen.
· Mit dem nächsten Entwicklungsschritt wird WaterLamp jetzt skaliert.
· Ziel ist eine leistungsstarke, wartungsfreie und netzungebundene Energiequelle, für die ein transportabler Koffer gebaut wird.
· Die Einheit kann insbesondere in Krisen- und Notstandsgebieten zum Einsatz kommen.
Die gemeinsame Vereinbarung dafür unterzeichneten Martin Voigt sowie die WaterLamp-Gründer René Fischer und Nicklas Taja in Apolda.
Damit eben solchen innovativen Ideen zu marktfähigen Anwendungen werden können, braucht es entsprechende Rahmenbedingungen für Start-ups, um frühzeitig den Zugang zu Forschungseinrichtungen und Netzwerken zu haben. get started 2gether schlägt dafür die Brücke.
Wie viel innovatives und Gründerpotential wirklich in Thüringen steckt, zeigen zunehmend die Bewerbungen zum Gründungsideenwettbewerb (GIW).
· Dieser bietet innovativen Köpfen in der Vorgründungs- und frühen Gründungsphase Gelegenheit, sich mit ihren Ideen einer Fachjury zu präsentieren und von einer umfangreichen Gründungsberatung zu profitieren.
· Die GFE ist seit diesem Jahr Projektträger für den GIW in den Regionen Südwest- und Ostthüringen.
· Bewerbungen können noch bis zum 1. Juni 2026 eingereicht werden.

