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Wirtschaftsministerin besuchte GFE Schmalkalden: Förderscheck übergeben

Veröffentlicht am: 7. Oktober 2026

Beim Besuch der GFE konnte sich Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft & Ländlichen Raum) ein Bild von der Innovationskraft der industrienahen Forschungseinrichtung machen. 

„Nur durch Innovation und Technologie haben wir die Chance, international zu bestehen. Deshalb gilt es alle Stärken Thüringens und unserer Region zu vereinen“, so der Geschäftsführer der GFE – Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V., Martin Voigt.

Da Innovationen erhebliche Investitionen erfordern, unterstützt das Land Thüringen Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit verschiedenen Förderinstrumenten. Ministerin C. Boos-John übergab im Rahmen des Programms FTI-Thüringen INVEST (Thüringer Förderprogramm zur Stärkung von Forschung, Technologie und Innovation) einen symbolischen Scheck.

Zugleich machte sie deutlich, dass Forschung in Thüringen verwertbare Ergebnisse hervorbringen müsse – also marktfähige Produkte und Dienstleistungen. Dafür gelte es, Wirtschaft und Bildung stärker miteinander zu verzahnen und auch das Thema Start-ups einzubeziehen. Martin Voigt verwies auf die unmittelbare Nähe zur Hochschule Schmalkalden und den geplanten Innovationscampus – eine Kooperation zwischen HSM, GFE und Stadt Schmalkalden.

„Wir müssen uns in Forschung und Entwicklung thüringenweit viel stärker vernetzen. Deshalb wollen wir unsere Kontakte stärken und uns mit den Wachstumsregionen Jena, Erfurt und Weimar verknüpfen“, betonte Jens Neumann, Geschäftsführer der GFE – Präzisionstechnik Schmalkalden GmbH.

Beim Rundgang sah die Ministerin die Vorführung einer Prozesskette aus Cobot, Messmaschine und Bearbeitungszentrum und erlebte die Vielseitigkeit und Effizienz moderner Produktionsprozesse. Gemeinsam mit Partnern und Kunden aus Industrie und Forschung entwickelt die GFE derart zukunftsfähige Systeme – speziell für KMU. Im Gespräch mit der Ministerin wurde betont, dass die geplanten Investitionen auch für Weiterbildungsformate z. B. der IHK Südthüringen eingesetzt werden können.

Mit dem Zentrum für digitale Produktion geht die GFE ihren nächsten Entwicklungsschritt. Die Einweihung ist für den 2. Juni 2027 geplant. Bei ihrem Besuch konnte die Ministerin einen Blick in den Neubau werfen.

„Hier wollen wir Innovationen in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung anstoßen und eine Smart Factory etablieren. Darin verbinden wir modernste Produktionsforschung mit realer Produktion auf Hightech-Maschinen mit Automationssystemen“, erläutern die Geschäftsführer Neumann und Voigt. Damit trägt die GFE direkt dazu bei, dass kleine und mittlere Unternehmen ihren technologischen Vorsprung sichern und sich technologieorientierte Start-ups gründen können. 

Als Zukunftsprojekt plant die GFE den Aufbau eines Innovationshubs in ihren Bestandsgebäuden. Er soll lokalen Unternehmen, Start-ups, Studierenden sowie internationalen Partnern ein dynamisches Ökosystem bieten, in dem sie gemeinsam Netzwerke und neue Geschäftsmodelle entwickeln und Innovationen vorantreiben können. So sollen aus Südthüringen heraus wichtige industrienahe Forschungsimpulse gesetzt werden – mit dem Ziel, Thüringen als souveränen und zukunftsfähigen Industriestandort zu festigen.